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Sehr geehrter Herr Langels,
für Ihr Interesse an unserer Kanzlei dürfen wir uns bedanken. Gerne gebe ich Ihnen
Auskunft zu unserer Sozietät:
1.
Die Anfänge unserer Sozietät können wir bis ins Mitte des letzten Jahrhunderts
zurückverfolgen. In unseren jetzigen Kanzleiräumen im Herzen von München
sind wir seit 50 Jahren. Derzeit haben wir Darüber hinaus Büros in Berlin,
Leipzig und Potsdam und leisten mit insgesamt 34 Rechtsanwälten juristische
Beratung.
2.
Die Anforderungen an einen Bewerber hängen natürlich von der jeweils zu besetzen den
Stelle ab. Wir stellen folgende allgemeine Anforderungen:
a)
Wir erwarten regelmäßig in beiden Examina mindestens vollbefriedigend. Ein oberes
befriedigend in einem Examen genügt dann, wenn ein Bewerber Zusatzqualifikationen hat,
die für die ausgeschriebene Stelle von Interesse sind, z. B. bei einer
öffentlich-rechtlichen Stelle eine Ausbildung im Verwaltungsdienst.
b)
Eine Promotion ist erwünscht, aber nicht Voraussetzung.
c)
Ein Auslandsstudium ist für uns für die allgemeine Einschätzung des Bewerbers von
Interesse; wir schätzen es grundsätzlich, wenn ein Bewerber Erfahrungen gesammelt hat.
Im übrigen ist ein Auslandsstudium für uns im Hinblick auf Fremdsprachenkenntnisse
interessant.
d)
Das Alter des Bewerbers spielt keine ausschlaggebende Rolle, wobei wir bei einem Bewerber
über 32 die konkreten Integrationsmöglichkeiten besonders prüfen würden.
e)
Ob verhandlungssichere Fremdsprachenkenntnisse erforderlich sind, hängt von der jeweils
zu besetzenden Stelle ab. Generell vermerken wir dies aber positiv.
3.
Die innerbetriebliche Fortbildung läuft bei uns ausschließlich als "training on the
job". Junganwälte werden einem Partner zugeteilt. Neben der eigenständigen
Bearbeitung zunächst kleinerer Angelegenheiten, arbeiten sie mit diesem bei größeren
Projekten zusammen. Ansonsten achten wir darauf, daß Anwälte sich die Kenntnisse, die
sie in der Praxis benötigen, auf externen Fortbildungsveranstaltungen erwerben.
Selbstverständlich fördern wir den Erwerb von Zusatzqualifikationen.
Wir übernehmen die Kosten für Lehrgänge und stellen unsere Mitarbeiter frei.
4.
Selbstverständlich kann man sich bei uns für Praktika oder Referendarstationen bewerben.
Hierzu ist aber zu sagen, daß aufgrund unserer konkreten Tätigkeit Praktikanten nicht
immer einen sehr spannenden Eindruck von anwaltlicher Tätigkeit erhalten. Da wir weniger
im Feld-Wald-Wiesen Bereich beraten, fällt die praktische Einbindung von Studenten oft
schwer, da Mandanten die Anwesenheit eines Praktikanten bei Gesprächen oder Verhandlungen
oft kaum vermittelbar ist.
Die Tätigkeit von Referendaren begrüßen wir sehr, weil dies eine
recht gute Möglichkeit ist, sich auf noch unverbindliche Weise kennenzulernen.
5.
Soweit dies in der heutigen Examensstruktur möglich ist, kann ich aus meiner
persönlichen Erfahrung nur anraten, die Referendariatsstationen zu echter Mitarbeit zu
nutzen und so die einzelnen Bereiche juristischer Tätigkeiten auch tatsächlich praktisch
kennenzulernen. Nur so kann man m. E. ein Gespür dafür entwickeln, in welchem
Berufsbereich man sich persönlich wohlfühlt und damit auch persönlich reüssieren kann.
Wenn ein Referendar ernsthaft (aus Neigung) vorhat, Rechtsanwalt zu werden, ist es
sinnvoll, sich in der Referendarzeit mehrere Typen von Anwaltskanzleien anzusehen, z. B.
eine der großen Anwaltsfirmen und eine mittelständische Kanzlei mit partnerschaftlicher
Struktur. Denn die Tätigkeit in solchen verschiedenen Kanzleistrukturen ist fast wie eine
Tätigkeit in verschiedenen Berufen.
6.
Für weitere Auskünfte dürfen Sie gerne mich ansprechen. Da wir keine der Großfirmen
sind, haben wir leider keine Informationsbroschüre für Interessenten.
Ich würde mich freuen, wenn diese Informationen für Sie und Ihre Kursteilnehmer
nützlich sind und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
SEUFERT
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